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Zecken übertragen gefährliche Krankheiten

Zecken können durch ihre Bisse schwere Krankheiten übertragen. Foto: AOK
Zecken können durch ihre Bisse schwere Krankheiten übertragen. Foto: AOK

Zecken übertragen gefährliche Krankheiten

Mehr FSME-Infektionen / Schwäbisch Hall ist „Borreliose-Hochrisikogebiet“

Landkreis Hall. Wer derzeit im Grünen spazieren geht oder als Jogger durch den Wald läuft, bringt häufig Mini-Vampire mit nach Hause: Zecken. Die kleinen Blutsauger lieben Blut und feuchtwarme Temperaturen. Die Gefahr durch einen Zeckenbiss an Borreliose zu erkranken, ist in der Region Heilbronn-Franken besonders hoch. Allein im Jahr 2015 wurden hier 1.748 AOK-Versicherte deshalb behandelt, im Landkreis Schwäbisch Hall waren es 495. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Region deshalb als "Borreliose-Hochrisikogebiet" ausgewiesen. Die Zahlen der AOK Baden-Württemberg gelten als repräsentativ, da sie mit einem Marktanteil von 43 Prozent die größte Krankenkasse im Land ist.

Sommerhitze und warme Regengüsse machen die Tiere, die zur Gattung der Milben gehören, so richtig munter. Ihre Bisse können Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) oder Lyme-Borreliose übertragen. AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein: „Die Infektion mit Lyme-Borreliose kann Gelenkentzündungen, Arthritis oder Herzrhythmusstörungen verursachen.“ Die Zahl der Infektionen von AOK-Versicherten ist seit Jahren relativ konstant. Sie betrug im Landkreis Schwäbisch Hall 677 im Jahr 2011, 565 in 2012, 589 in 2013 und 592 in 2014.

Borreliose könne, so die AOK-Expertin, mit Antibiotika wirkungsvoll therapiert werden. Problematisch sei allerdings, dass sie oft erst Monate nach der Infektion erkannt werde. Am besten sei es deshalb, den Zecken keine Möglichkeit zu bieten, an den menschlichen Körper zu gelangen. Der Ärztin rät beim Aufenthalt auf Wiesen und im Wald lange Hosen und langärmlige Shirts zu tragen. Radwege und Hecken sollten gemieden werden, denn Zecken lauern im Gras und in Büschen. Sie lassen sich, entgegen einer weitverbreiteten Meinung, nicht von Bäumen fallen.

Wer sich nach dem Aufenthalt in der Natur gründlich auf Zecken absuche, verringere die Wahrscheinlichkeit einer Infektion. Dr. Sabine Knapstein: „Hat sich der Blutsauger oberflächlich festgebissen, sollte das Tier mit einer Zeckenzange dicht an der Haut gepackt und herausgezogen werden. Auf keinen Fall Öl oder Klebstoff verwenden und die Wunde mehrere Tage genau beobachten, ob rote Ränder entstehen. Ist die Zecke schon tiefer in die Haut gedrungen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.“

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts zählt Heilbronn-Franken auch zu den FSME-Risikogebieten. Obwohl im Jahr 2016 landesweit nur 44 AOK-Versicherte daran erkrankten und im Landkreis Schwäbisch Hall eine Person betroffen war, rät die AOK-Ärztin Menschen, die sich viel in der freien Natur aufhalten zu einer Schutzimpfung gegen FSME, da der Krankheitsverlauf zu einer Entzündung der Hirnhaut und zum Tod führen kann. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat sich die Zahl der FSME-Infektionen gegenüber 2016 nach Angaben des Landesgesundheitsamtes mehr als verdoppelt und es ist besondere Vorsicht geboten. Die Kosten dieser Impfung werden von der AOK übernommen. Der Anteil AOK-Versicherter, die im Landkreis Hall derzeit gegen FSME geimpft sind, beträgt 21,8 Prozent und hat sich gegenüber dem Vorjahr damit um 4,6 Prozent erhöht.

Ausführliche Informationen gibt es im Internet unter www.zecken.de

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