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Stetiger Anstieg bei Migräne-Erkrankungen

Jährliche Zunahme um 3,3 Prozent / drei Mal mehr Frauen als Männer betroffen

Schwäbisch Hall. Rasende Kopfschmerzen können das Leben zur Hölle machen. Bei Migräne-Attacken kommen häufig noch Übelkeit oder Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit hinzu. Im Landkreis Schwäbisch Hall waren im Jahr 2015 insgesamt 2.786 AOK-Versicherte deshalb in ärztlicher Behandlung. Fachleute gehen davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist, da viele Betroffene nicht zum Arzt gehen und sich per Selbstmedikation behandeln. Von 2011 bis 2015 erhöhten sich die Fallzahlen bei den AOK-Versicherten im Landkreis Hall um jährlich 4 Prozent.

Nach Angaben der AOK Heilbronn-Franken leidet die Altersgruppe zwischen 45 und 55 Jahren am häufigsten an den Symptomen, wobei rund drei Mal mehr Frauen als Männer behandelt werden. Nur 30 Prozent gehen zum Arzt. Pro Jahr fehlen Migräne-Betoffene wegen der Erkrankung 17 Tage am Arbeitsplatz. Auffallend ist auch der stetige Anstieg der Patientenzahlen: Bei den AOK-Versicherten in Baden-Württemberg von 97.593 in 2011, über 107.697 in 2013, auf 118.856 in 2015. Im gleichen Zeitraum stiegen die Behandlungen im Landkreis Schwäbisch Hall von 2.353 über 2.602 auf 2.786.

„Wie häufig Migräne-Anfälle auftreten, ist individuell sehr unterschiedlich: Von wenigen Attacken pro Jahr bis zu mehreren Tagen pro Monat oder gar Woche“, erläutert AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein und ergänzt: „Migräne schränkt die Betroffenen durch die oft heftigen Kopfschmerzen in ihren Alltagsaktivitäten sehr ein.“

Genaue Ursachen für das Auftreten seien bisher nicht bekannt, es gebe jedoch eine genetische Veranlagung dafür, so die Ärztin. Zu den Auslösern zählen unter anderem hormonelle Schwankungen, aber auch Stress und Schlafmangel, Reizüberflutung, das Auslassen von Mahlzeiten und Blutzuckerschwankungen.

Um Migräne-Anfälle zu verhindern, sollten Betroffene die Auslöser möglichst meiden. Ausdauersport und Entspannungsübungen wirken vorbeugend, Ruhe und Schlaf helfen ebenso. Um die beste Form der Therapie zu finden ist es empfehlenswert, dass sich die Patienten vom Hausarzt beraten lassen. Die AOK Heilbronn-Franken unterstützt Migräne-Selbsthilfegruppen und bietet zahlreiche Entspannungskurse an. Informationen bietet AOK-Selbsthilfe-Koordinatorin Barbara Welle, Telefon 07131 639-374. Infos im Internet: www.migraeneliga.de und www.aok.de


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