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AOK Heilbronn-Franken: Versichertenzuwachs weiter gesteigert

Innovative Versorgung und Service finden Anerkennung in der Region
 
Heilbronn/Tauberbischofsheim. „Unsere gute Entwicklung konnten wir auch 2016 weiter fortsetzen. Immer mehr Menschen im Land nehmen die Dienste der AOK Heilbronn-Franken für ihre Gesundheit in Anspruch, das ist sehr erfreulich“, sagt Michaela Lierheimer. Die Geschäftsführerin der größten Bezirksdirektion der AOK Baden-Württemberg steigerte den Marktanteil der Gesundheitskasse in der Region im vergangenen Jahr auf mittlerweile 46 Prozent. Damit liegt sie sogar drei Prozent über dem Landesschnitt von gut 43 Prozent. Erfolgsfaktoren sind aus ihrer Sicht die guten Versorgungsprogramme und die regionale Präsenz des Unternehmens.
 
2015 hatte die AOK Baden-Württemberg beim Versichertenzuwachs das erfolgreichste Jahr ihrer Unternehmensgeschichte verbucht. Diese gute Entwicklung wurde 2016 noch einmal gesteigert. Mit einem Plus von 148.000 erhöhte sich die Zahl der Versicherten landesweit auf 4.190.162 Menschen. Die Bezirksdirektion Heilbronn-Franken trug dazu mit knapp 14.000 neuen Versicherten bei und übertraf ihr Ergebnis aus dem Vorjahr von etwa 8.000 neuen Kunden, aktuell sind es Stand Juli 2017 rund 414.000.
 
Die gute Versichertenentwicklung ging mit einem guten finanziellen Ergebnis einher. Bundesweit verbuchten die gesetzlichen Krankenversicherungen ein Plus von 1,6 Milliarden Euro. Die AOK Baden-Württemberg erzielte einen Überschuss von 190 Millionen Euro. Auch im laufenden Geschäftsjahr gibt es bereits deutliche Hinweise dafür, dass ein gutes Ergebnis erreicht werden kann.
 
Die positiven Zahlen erklärt Michaela Lierheimer mit der auf die Region zugeschnittenen Strategie des Unternehmens, die in der Firmenphilosophie „Gesundnah“ formuliert ist. „Wir sind, wie keine andere Kasse im Lande, vor Ort mit unseren Kundencentern vertreten. Die Menschen schätzen es, dass sie mit uns direkt reden können und von uns vor Ort unterstützt werden, wenn es um das persönlichste Gut, die Gesundheit, geht. Denn wenn es heikel wird, möchte man darüber nicht am Telefon reden.“ 
 
Und weil der Erfolgsfaktor menschlicher und räumlicher Nähe weiter Bestand haben soll, wurde weiter investiert. In Gaildorf und Weinsberg zog man in neue moderne Räumlichkeiten um, in Heilbronn-Böckingen wurde ein neues KundenCenter eröffnet und in Schwäbisch Hall das Gesundheitszentrum von Grund auf saniert. Damit nicht genug, denn auch in Brackenheim werden im Dezember diesen Jahres neue Räume bezogen. In Schwäbisch Hall soll die Gesamtsanierung des Standorts im April 2018 abgeschlossen und in Heilbronn ein neues Gesundheitszentrum eröffnet werden. Außerdem hat man die Sanierung des Standorts Crailsheim vor Augen.
 
Dass diese Ausgaben sich lohnen, illustriert die Geschäftsführerin an den vier Rückenstudios in der Region. 3.178 Versicherte nutzten 2016 das Angebot in Heilbronn, Öhringen, Schwäbisch Hall und Tauberbischofsheim. Eine auf zwei Jahre angelegte Untersuchung belegt, Teilnehmer des Rückenkonzepts waren im Schnitt 14 Tage weniger krankgeschrieben als vergleichbar Erkrankte, die diesen Service nicht erfuhren. Tage mit Rückenschmerzen und starke und mittlere Funktionseinschränkungen konnten durch das Training um knapp die Hälfte reduziert werden.
 
Die Gesundheitsförderung ist nur ein Beispiel für die innovativen Ideen der Kasse. Ein weiteres, bundesweit erfolgreiches Konzept sind die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) und die angeschlossenen Facharztverträge. „Wir gehen jetzt in das zehnte Jahr und dürfen mit Fug und Recht sagen, dass wir eine alternative Regelversorgung etabliert haben, die unsere Versicherten besser versorgt als die herkömmlichen Strukturen“, sagt die Geschäftsführerin. Sie verweist dabei auf die Untersuchungen der Unis Heidelberg und Frankfurt. Demnach wurden etwa bei Diabetikern, die im Hausarztprogramm eingeschrieben waren, rund 500 Schlaganfälle, 450 Herzinfarkte und etwa 260 Amputationen vermieden.
 
2016 wurde das Netz der Facharztverträge um die Urologie und im Frühjahr  2017 um die Diabetologie erweitert. Landesweit nehmen 1,5 Millionen Menschen und 4.000 Hausärzte an dem HZV teil. Bei den Facharztverträgen sind es 500.000 Versicherte und 1.750 Fachmediziner. In der Region Heilbronn-Franken versorgen 426 Ärzte – 78 Prozent der Allgemeinmediziner – 185.000 HZV-Teilnehmer. Bei den Facharztverträgen kümmern sich 169 Ärzte um 69.000 AOK-Versicherte.
 
Von der neuen Bundesregierung, die im Herbst gewählt wird, erwartet Michaela Lierheimer, dass das Konzept der Haus- und Facharztverträge weiter gefördert und bundesweit ausgebaut wird. Ferner plädiert sie für eine wissenschaftliche Versorgungsstrukturanalyse für den ambulanten Bereich. „Nur auf dieser Basis können wir dem drohenden Ärztemangel entgegenwirken. Neue Praxiskonzepte und digitale Versorgungsansätze sollten sich an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Menschen vor Ort orientieren“, betont die Geschäftsführerin.
 
Den regionalen Ansatz hat die AOK 2016 auch bei der Umsetzung des Pflegestärkungsgesetzes II verwirklicht. Eine umfangreiche Informationskampagne mit mehr als 60 Vorträgen in Heilbronn-Franken bereitete die Betroffenen und Interessierten auf die Umstellung vor. Hinzu kam eine umfangreiche Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wer zur AOK kommt, darf darauf vertrauen, dass er überall kompetent beraten wird. Dieser Service beginnt in unseren Kundencentern, setzt sich fort bei unseren Fachberatern im CompetenceCenter Pflege und gipfelt im Sozialen Dienst, der sich bei Bedarf vor Ort um die Organisation verlässlicher Pflegestrukturen kümmert“, erläutert Michaela Lierheimer.
 
Die Zahlungen an die Krankenhäuser stellen weiterhin den größten Ausgabenbereich dar. Landesweit gab die AOK Baden-Württemberg 2016 knapp 4 Milliarden Euro aus. In der Region waren es 354 Millionen. Davon entfielen auf den Stadt- und Landkreis Heilbronn und den Hohenlohekreis 172 Millionen, auf den Landkreis Schwäbisch Hall 67 Millionen und auf den Main-Tauber-Kreis 54 Millionen. 60 Millionen gingen an Kliniken außerhalb der Region.
 
Notwendig für die Zukunft sind aus Sicht der Gesundheitskasse eine wohnortnahe Basisversorgung einerseits und eine Bündelung von Leistungen in Klinikzentren andererseits. Nur so könne man die bestmögliche Qualität für die Patientinnen und Patienten erreichen und finanzieren. „Für uns steht die Qualität der Krankenhausbehandlung im Vordergrund“, unterstreicht die Geschäftsführerin. Deshalb ist ein Wunsch der AOK, künftig Selektivverträge mit Kliniken abschließen zu können. „Dieses Instrument sollte der Gesetzgeber künftig noch weiter stärken, denn wir möchten“, so Michaela Lierheimer, „dass unsere Versicherten dort behandelt werden, wo eine hohe Qualität der Versorgung gewährleistet ist.“

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